Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide am Januar in London. (Archivfoto: IKR)
Politik
Liechtenstein|25.03.2020 (Aktualisiert am 25.03.20 18:19)

Telefon statt Treffen: Eggenberger tauscht sich mit Norwegen aus

VADUZ - Schon seit längerem planten Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide ein gemeinsames Arbeitstreffen in Oslo. Aus aktuellem Anlass fand dies nun per Telefonkonferenz statt.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide am Januar in London. (Archivfoto: IKR)

VADUZ - Schon seit längerem planten Regierungsrätin Katrin Eggenberger und die norwegische Aussenministerin Ine Eriksen Søreide ein gemeinsames Arbeitstreffen in Oslo. Aus aktuellem Anlass fand dies nun per Telefonkonferenz statt.

Norwegen gehört zu den wichtigsten aussenpolitischen Partnern Liechtensteins, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. "Die enge Partnerschaft im Rahmen des EWR und der EFTA und gemeinsame Prioritäten in internationalen Organisationen stärken die bilaterale Zusammenarbeit der beiden Ländern auf verschiedenen Ebenen." Im Gespräch tauschten sich die Aussenministerinnen über den aktuellen Stand der Verhandlungen Norwegens, Islands und Liechtensteins mit dem Vereinigten Königreich aus. Sie unterstrichen dabei das gemeinsame Ziel, mit Grossbritannien ein mindestens gleichwertiges Handelsabkommen wie die EU erzielen zu wollen.

Die Initiativen und Prioritäten Liechtensteins und Norwegens im Bereich der internationalen Organisationen waren ein weiteres Thema der Telefonkonferenz, so die Regierung. "Aktuell arbeiten beide Länder zusammen mit weiteren Partnern an einer UNO-Resolution, die die multilaterale Zusammenarbeit und Solidarität ins Zentrum der gemeinsamen Reaktion auf die Corona-Pandemie stellt", wie es in der Mitteilung heisst. "Gleichzeitig möchte Norwegen einen Hilfsfonds für jene Länder schaffen, deren Gesundheitssysteme durch Covid-19 an ihre Grenze stossen." Liechtenstein prüfe zurzeit die Unterstützung verschiedener Appelle in diesem Zusammenhang. Weiter tauschten sich die Ministerinnen über die nationalen wirtschaftlichen Massnahmenpakete aus.

Schliesslich diskutierten Regierungsrätin Eggenberger und Ministerin Søreide aktuelle Fragen des Welthandels. Norwegen bemüht sich um ein Freihandelsabkommen mit China, für Liechtenstein ist der Warenhandel bereits über das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China abgedeckt.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger zog ein positives Fazit: "Ich bin froh, dass ich mich trotz der abgesagten Reise nach Oslo mit Aussenministerin Søreide über aktuelle Themen austauschen konnte. Gerade in der aktuellen Situation sollten wir den Kontakt mit wichtigen bilateralen Partnern wie Norwegen aufrechterhalten und weiter intensivieren."

(ikr/red)

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