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Regierungsrat Mauro Pedrazzini und Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch (von links). (Foto: IKR)
Coronavirus
Liechtenstein|23.03.2020 (Aktualisiert am 23.03.20 19:53)

Weitere Regierungsmassnahmen: Mehr Betten und Drive-Through-Testanlage

VADUZ - Da die Anzahl positiv getesteter Personen in Liechtenstein stark ansteigt, muss auch damit gerechnet werden, dass die Anzahl der Erkrankten mit schwerem Krankheitsverlauf zunehmen wird. Mit der Schaffung von zusätzlicher Kapazität im Haus St. Peter und Paul bereitet sich Liechtenstein auf diese Situation vor. Zudem soll das Landesspital durch die Auslagerung der Probeentnahme in eine Drive-Through-Testanlage entlastet werden. Das teilte das Ministerium für Gesellschaft am Montag mit.

Regierungsrat Mauro Pedrazzini und Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch (von links). (Foto: IKR)

VADUZ - Da die Anzahl positiv getesteter Personen in Liechtenstein stark ansteigt, muss auch damit gerechnet werden, dass die Anzahl der Erkrankten mit schwerem Krankheitsverlauf zunehmen wird. Mit der Schaffung von zusätzlicher Kapazität im Haus St. Peter und Paul bereitet sich Liechtenstein auf diese Situation vor. Zudem soll das Landesspital durch die Auslagerung der Probeentnahme in eine Drive-Through-Testanlage entlastet werden. Das teilte das Ministerium für Gesellschaft am Montag mit.

Bislang wurden insgesamt 51 Personen, die in Liechtenstein wohnhaft sind, positiv auf das Coronavirus getestet.

Vorbereitung für Umnutzung St. Peter und Paul

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus hat bei den meisten Menschen milde Symptome zur Folge. Für ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann das Virus aber lebensgefährlich sein. Für schwere Krankheitsverläufe ist ein Spitalaufenthalt notwendig. Im Landesspital hat es derzeit viele freie Betten, insbesondere weil nicht dringende Operationen verschoben werden und nicht oder anders genutzte Zimmer zur Verfügung gestellt werden. Wenn aufgrund des starken Wachstums der neuen Fälle in Zukunft auch die Anzahl an Erkrankten mit schwerem Krankheitsverlauf stark zunehmen sollte, könnte aber zusätzliche Kapazität benötigt werden.

Dafür wurden verschiedene Szenarien geprüft. «In der aktuellen Planung ist vorgesehen, dass das Haus St. Peter und Paul in Mauren geräumt wird und dort Betten zur Entlastung des Landesspitals zur Versorgung der leichtern Fälle, die hospitalisiert werden müssen, zur Verfügung gestellt werden. Die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner müssten dazu in andere Altes- und Pflegeheime des Landes verlegt werden. Die Regierung wird frühzeitig informieren, wenn das Haus St. Peter und Paul umgenutzt wird», heisst es in der Aussendung. Aktuell sei diese Massnahme jedoch noch nicht notwendig, es  sei aber eine Planung entwickelt worden, die innert weniger Tage umsetzbar sein. Aufgrund dieser allenfalls notwendigen Massnahme können demnach aktuell in den bestehenden Alters- und Pflegeheimen keine zusätzlichen Bewohnerinnen und Bewohner neu aufgenommen werden.

Über die Drive-Through-Testanlage

Bislang fand die Probenentnahme für Labortests im Landesspital statt. Für den Spitalbetrieb ist das eine Herausforderung, insbesondere bei der steigenden Zahl an Tests. «Die Probenentnahme wird daher zukünftig in einer Drive-Through-Anlage durchgeführt», so das Ministerium. «Nach telefonischer Voranmeldung fährt die zu testende Person dazu im eigenen Auto zum Test. Für die Probeentnahme kann sie im Auto sitzen bleiben, denn diese erfolgt durch das Fenster.» Es soll zudem auch eine Möglichkeit für Fussgänger vorgesehen werden. Mit dieser Massnahme kann sich das Spital wieder auf den regulären Spitalbetrieb konzentrieren.

(red/ikr)

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